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Holz - Energieträger mit Zukunft

Pressemitteilung Nr. 344 des
Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten
vom 25. Oktober 2001


Augsburg - Holz ist der mit Abstand wichtigste Biobrennstoff in Bayern - und seine Bedeutung für die Energiegewinnung wird künftig weiter wachsen. Darauf hat Forstminister Josef Miller bei der Eröffnung der Internationalen Kongressmesse HolzEnergie 2001 in Augsburg hingewiesen. Nach seinen Angaben werden im Feistaat jährlich 2,3 Millionen Tonnen Holz energetisch genutzt - 3,9 Millionen Tonnen könnten es beim derzeitigen Holzeinschlag in den bayerischen Wäldern sein. "Die Holzvorräte waren noch nie so hoch wie heute und sie steigen weiter", betonte der Minister. Von den 18 Millionen Kubikmetern Holz, die pro Jahr in den bayerischen Wäldern zuwachsen, werden derzeit rund zwei Drittel genutzt.

Von der Energiegewinnung aus Biomasse profitiert nach Aussage des Ministers auch die Umwelt: "Schon heute sparen wir duch den Einsatz von Energieholz jährlich rund 1,2 Milliarden Liter Heizöl in Bayern. Damit verhindern wir den Ausstoß von rund 3,2 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid." Alle zwei Sekunden wächst laut Miller in Bayern ein Kubikmeter Holz nach. Dabei wird der Atmosphäre fast eine Tonne Kohlendioxid entzogen. 250 Kilogramm davon werden als Kohlenstoff im Holz gespeichert, 750 Kilogramm als Sauerstoff freigesetzt. Biomasse ist in Bayern heute als regenerativer Energieträger der Wasserkraft ebenbürtig. Sie deckt 3,2 Prozent des Primärenergiebedarfs. Das ist dreimal mehr als der Bundesdurchschnitt.

Die Förderung nachwachsender Rohstoffe nannte der Minister ein Kernziel bayerischer Forst- und Agrarpolitik: "Seit 1990 haben wir 335 Millionen Mark, davon 270 Millionen Mark Landesmittel, überwiegend in die Energieerzeugung aus Nachwachsenden Rohstoffen investiert." Jüngste Projekte sind das im September angelaufene Programm für kleine Biomasseheizwerke mit 100 bis 500 Kilowatt Leistung und das im Juli gestartete Förderprogramm für die im Marktanreizprogramm des Bundes ausgeschlossenen kommunalen und kirchlichen Einrichtungen.