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FUKS • FORUM FÜR UMWELT, KULTUR UND SOZIALES E. V.
Pressemitteilung/Bericht
20.04.2005
Strom sparen - Geld sparen - prima leben

Strom sparen im Haushalt hat nichts mit Verzicht zu tun! Es geht darum, die Energie effizient zu nutzen. Vor allem auch deswegen, weil die Stromkosten mittlerweile genau so hoch sind wie die Heizkosten für ein gängiges Niedrigenergiehaus.
 

"Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt, der in einem freistehenden Einfamilienhaus lebt, verbraucht ca. 4300 kWh Strom pro Jahr. Dagegen verbraucht ein sparsamer 4-Personen-Haushalt gerade einmal ca. 2200 kWh. Und genau sowenig Strom verbraucht auch meine Familie mit Geschirrspülmaschine und sonstigem Komfort." Mit dieser Gegenüberstellung eröffnete Eduard Hochmuth Dipl-Ing. (FH) seinen Vortrag über Stromspartipps, Strompreise und Naturstrom.

Hier beispielhaft einige Spartipps von Hochmuth: Auf Kochwäsche und Vorwäsche ganz verzichten, denn bei 60°C oder sogar bei 40°C wird jede normal verschmutzte Wäsche sauber, ergibt eine Ersparnis von 40%. Den richtigen Standort und die richtige Temperatur auswählen, für den Kühlschrank reichen z.B. 7 - 8° C, im Gefriergerät -18° C. Ein Mikrowellenherd verbraucht zum Garen von mehr als zwei Portionen mehr Strom als ein Elektroherd, und ab vier Personen entfällt auch der Zeitgewinn.

"Prüfen Sie, ob die Heizungspumpe auf der nächstniedrigeren Leistungsstufe ausreicht und in den Nachstunden ganz abgeschaltet werden kann, dies ergibt bis zu einem Drittel Ersparnis", erläuterte der Referent und ergänzte: "In den Sommermonaten die Thermostate und Steuerventile der Heizung ganz vom Netz nehmen." Generell ist die Warmwasserbereitung und die Heizung mit Strom, auch mit Nachttarif, die teuerste und ineffizienteste Energieform.

"Solche und mehr Stromspartipps sind auch bei den Verbraucherzentralen, bei Greenpeace, Bund Naturschutz, Bund der Energieverbraucher usw. zu erhalten", fügte Eduard Hochmuth ein.

Anschließend stellte der Referent eine Vergleichsrechnung Glühlampe - Energiesparlampe vor: Eine gute Energiesparlampe mit Vorschaltgerät (ca. 7,50 €) spart 71 € bei 0,15 € pro kWh Haushaltsstrompreis. In jedem Raum, in dem das Licht eine Stunde und mehr brennt, rechnet sich eine Sparlampe. Gute Sparlampen sind im Fachgeschäft in verschiedenen Lichtfarben und Lichtspektren sowie Formen zu haben. Diese Lampen sind auch absolut flimmerfrei, so Hochmuth. Die Vorurteile, dass häufiges Schalten die Lebensdauer verkürzt oder das Einschalten mehr Energie als eine Stunde Betrieb verbraucht, stimmen nicht.

Beim Geräteneukauf sollten Geräte mit der Bewertung B und schlechter nicht gekauft werden, da diese Geräte meist erheblich verbrauchsintensiver als A-Geräte sind. Vor allem bei Kühl- und Gefriergeräten gibt es bereits A+ und A++ Geräte mit einem 20 bis 40% niedrigeren Stromverbrauch (mehr dazu auch unter www.energy-plus.org oder www.spargeraete.de ).

Durch Standby Verluste ergeben sich schnell 100 € und mehr unnötige Kosten in einem Durchschnittshaushalt. Diese Kosten lassen sich dadurch vermeiden, dass typische Geräte wie Fernseher, Computer, Drucker, etc. durch eine Steckerleiste mit Netzschalter vollständig vom Netz getrennt werden.

Im zweiten Teil seines Vortrags verglich Eduard Hochmuth die Entwicklung der Stromkosten bei den Kleinverbrauchern und der Industrie. Unter anderem führte er an, dass die Kleinverbraucher aktuell 15 bis 17 Cent pro kWh Strom bezahlen. Für die Industrie hat sich der Strompreis seit 1990 halbiert, von 7,5 Cent auf 4 Cent pro kWh. "Das heißt, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) belastet die Industrie nicht", so Hochmuth. Ergänzend erläuterte der Referent: "Bezahlen die Kleinverbraucher für die Netznutzung fast 7 Cent pro kWh, bezahlt die Industrie 2 Cent und weniger. Damit liegen sowohl die Strompreise als auch die Netznutzungspreise für die Industrie im europäischen Mittel."